Bessere IT-Sicherheit dringend gefordert

Cards_4Update 20. Februar 2015: Und es kam noch schlimmer, denn Heute wurde bekannt, dass der Simkarten und Smartkarten-Hersteller Gemalto von der NSA infiltriert wurde. Mit den spionierten Schlüsseln wurde der NSA ermöglicht, unsere Mobilkommunikation noch einfacher massenhaft abzuhören, sowie elektronische Zugangssysteme, Kreditkarten und die SuisseID zu überlisten. Immerhin hat das Thema Informationssicherheit jetzt definitiv die Medien erreicht, so Blick, NZZ, Spiegel und Heise online, womit wir Piraten die hoffen dürfen, dass unsere Forderung nach einem Institut für zivile Informationssicherheit endlich gehört wird.

Die schlechten Nachrichten aus der IT reissen nicht ab: Digitale Bankräuber haben riesige Summen von Konten gestohlen und Kaspersky bestätigt Snowden-Leaks wonach die NSA die Firmware unserer Festplatten mit Trojanern infiziert hat. Unsere Sicherheit war immer staatliche Aufgabe, in der digitalen Welt aber sehen unsere Behörden bisher ziemlich impotent aus.

Wir als Gesellschaft müssen dieser gegenwärtigen Gefahr für unsere Privatsphäre, unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand jetzt begegnen. Dabei kann uns kein Zurückspionieren durch den Nachrichtendienst und keine offensive Digitalkriegsführung, sondern nur die wirkungsvolle Absicherung der Infrastruktur von Privatpersonen, Unternehmen und Behörden in der Schweiz und weltweit helfen.

Dazu müssen wir unsere Ressourcen bündeln, denn kein Unternehmen und keine Privatperson kann sich die dringend notwendige Sicherheitstechnik kaufen oder gar selbst entwickeln. Die Technologien dafür existieren, sind jedoch extrem komplex und schwer zu meistern, weshalb es einer kollektiven Lösung bedarf. Dabei sind nicht nur Benutzerfreundlichkeit, Wartungsminimierung und Sicherheit wichtig sondern allem voran Vertrauen, dass nur durch unbedingte Offenheit von Hard- und Software gewonnen werden kann.

Im Ergebnis braucht die Schweiz ein Institut für zivile Informationssicherheit, dass innovative, freie und offene Sicherheitslösungen für alle Menschen, Unternehmen und Behörden entwickelt, produziert und erklärt. Jeder interessierte Bürger und jeder Sicherheitsbeauftragte muss sich vergewissern können, dass die angebotenen Lösungen wirkungsvoll und frei von Hintertüren sind. Natürlich kann und soll dieses Institut mit Unternehmen und Behörden im In- und Ausland kooperieren, aber ausschliesslich nach den Grundsätzen von Freiheit und Offenheit von Anwendung und Weiterentwicklung

Mit einem solchen Programm kann sich die Schweiz einen Standortvorteil sichern und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Weltfrieden leisten, denn digitale Konflikte können ganz schnell in konventionelle oder nukleare Kriege umschlagen.