Der Monopolisierung des elektronischen Patientendossiers muss sofort entgegen gewirkt werden!

Swisscom/Axsana sind daran, jegliches Vertrauen in das elektronische Patientendossier zu verspielen. Dies wird sich auf die Einführung verheerend auswirken: Wer will seine intimsten Daten einem Anbieter anvertrauen, der nicht nur kürzlich Daten im Speicherdienst MyCloud verloren hat, sondern Mitbewerber mit unlauteren Methoden aus dem Markt drängt und die Kosten nicht im Griff hat? Wer glaubt daran, dass Swisscom/Axsana die Sicherheit im Griff haben?

Vertrauen in die Sicherheit kann nur geschaffen werden, indem der Code der Software vollständig offengelegt und durch externe Personen und Institutionen einem Codereview ohne jegliche Bedingungen (z.B: einem Non-Disclosure-Agreement [NDA]) unterzogen wird. Die Entwicklung der Software wird durch Steuergelder und Prämien finanziert, also soll der Code auch der Allgemeinheit gehören, und nicht durch die Swisscom monopolisiert werden.

Zusätzlich müssen Investitionen dieser Grössenordnungen, die aus öffentlichen Geldern finanziert werden und eine zentrale staatsnahe Aufgabe (hier die Verwaltung von Gesundheitsakten der Bürger:innen) sind, zwingend öffentlich ausgeschrieben werden. Eine freihändige Vergabe lehnt die Piratenpartei in diesem Fall ab.

Die Piratenpartei rügte bereits vor vier Jahren im Zusammenhang mit dem Patienrendossiers des Kanton Wallis gravierende Sicherheitsmängel. Gestern haben die Tamedia-Medien publik gemacht, wie Axsana unter der Leitung des ehemaligen Zürcher Gesundheitsdirektors Thomas Heiniger die Konkurrenz ausschaltet und dabei der zugesicherte Leistungsumfang nicht eingehalten wird.


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