Schweizer Regierung muss nach Vault7 umdenken

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Nachdem Wikileaks das Cyberwaffen-Arsenal der CIA aufgedeckt hat, müssen Bundesrat und Parlament dringend Mittel für die Sicherheit der Bevölkerung gegen solche Angriffe zur Verfügung stellen, statt selbst durch den NDB diese Sicherheit zusätzlich zu gefährden.

Stefan Thöni, Co-Präsident der Piratenpartei Schweiz sagt dazu: «Bundesrat und Parlament sind beim NDG dem Traum einer Offensivfähigkeit der Schweiz im Digitalkrieg nachgehangen. Vault7 zeigt auf, dass die Schweiz hier nichts gewinnen kann. Stattdessen muss die Schweiz massiv in offene und transparente IT-Sicherheit investieren um die Menschen zu schützen.»

Vault7 macht erneut deutlich, dass der NDB mit der CIA niemals wird konkurrieren können. Die Schweiz muss deshalb Hacking, Staatstrojaner und Massenüberwachung bleiben lassen und stattdessen auf verbesserte IT-Sicherheit für Bevölkerung, Unternehmen und Behörden setzen.

Forscher an Schweizer Universitäten und der ETH arbeiten seit einiger Zeit an formalen Methoden, um beweisbar sichere Software zu entwickeln. Diese Technologien müssen jetzt in der Praxis angewandt werden, um IT-Sicherheit zu schaffen. Dazu bedarf es einer Investition in Milliardenhöhe. Unterlässt die Schweiz dies, wird sie weiterhin Opfer von Fremdbestimmung mit Hilfe umfassender Überwachung und Industriespionage sein.