Bund setzt unsere Daten mit Windows 10 leichtfertig auf Spiel

Zum grossen Erstaunen der Piratenpartei will der Bundesrat auf den Computern der Bundesbehörden Windows 10 zum Einsatz bringen, obschon die Untersuchung des obersten Datenschhützers wegen dessen exzessiver Datenübermittlung noch nicht abgeschlossen ist.

Im August 2015 hat der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte wegen der Datenübermittlung an Microsoft durch Windows 10 eine Untersuchung eröffnet, welche bis heute andauert. Wie jetzt bekannt wurde, soll jetzt, vor Abschluss dieser Untersuchung, auf sämtlichen Computern der Bundesbehörden Windows 10 installiert werden.

Für Guillaume Saouli, Co-Präsident der Piratenpartei Schweiz, ist klar: «Der Bundesrat betreibt im Digitalen eine Vogel-Strauss-Politik, will die Risiken nicht sehen und setzt damit die Daten der Bürger und des Bundes leichtfertig aufs Spiel. Wie viele Zwischenfälle wie bei RUAG, Yahoo und Dropbox braucht es noch, bis Informationssicherheit beim Bund nicht mehr das fünfte Rad am Wagen ist?»

Die Piratenpartei fordert, dass ohne Willen des Nutzers weder Daten gesammelt noch übermittelt werden. Es ist mit aktueller Technologie problemlos möglich, Komfortfunktionen wie einen digitalen Assistenten umzusetzen, ohne dem Hersteller Zugang zu den dafür notwendigen Daten zu geben. Der Bund muss dafür sorgen, dass die Nutzer in der Schweiz sicher sind und sofort bei Microsoft die dafür notwendigen Änderungen verlangen.

Die Piratenpartei fördert die Verwendung von freier Software durch Behörden, Firmen und Privatanwender. Diese Software bietet grösstmögliche Freiheit ohne schädliche Geschäftsmodelle und ist dank Unterstützung einer grossen Community eine echte Alternative geworden.