Ja zur Präimplantantionsdiagnostik

Die Piratenpartei empfielt, die Verfassungsbestimmung zur Präimplantantionsdiagnostik (PID) anzunehmen.

Die heutigen Gesetze in diesem Bereich sind absurd: Während vor der Einpflanzung eines Embryos enge Vorgaben die Fortpflanzungsmedizin für die Beteiligten unnötig erschweren, sind Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbrüche nach der Einpflanzung und dem Heranwachsen des Embryos problemlos möglich. Der Gewissensentscheid, ein Kind mit einer Behinderung auszutragen, muss nach Ansicht der Piratenpartei bei den Eltern liegen. Es macht keinen Sinn, Eltern per Gesetz die Möglichkeit zu verwehren, ein Kind ohne Geburtsgebrechen auf die Welt zu bringen. Ebenso wenig macht es Sinn, zu verhindern, dass dieser Entscheid bereits vor der Einpflanzung des Embryos geschehen kann. Die Piraten wollen Paaren mit Kinderwunsch die bestmögliche Medizin mit den kleinstmöglichen gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind anbieten können. Dafür ist ein Ja zu dieser Verfassungsänderung notwendig. Auch mit einem Ja werden der Fortpflanzungsmedizin enge ethische Grenzen gesetzt.
Das Argumentarium der Befürworter