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  • Mar

    22.
    2010
  • Spielekiller verbieten Killerspiele – Spieleverbot? Nicht mit uns!

    admin

    Leider hatte die Mehrheit der Ständeräte kein Gehör für unsere Anliegen und Argumente. Das ist einerseits frustrierend. Andererseits spürt man im breiten Bündnis gegen das Gameverbot einen frischen Wind und viel Elan: Jetzt erst recht! Deshalb brauchen wir Dich und Deine Unterstützung!

    Der Ständerat hat letzten Donnerstag dem 18. März sowohl die Motion von Norbert Hochreutener1 (CVP) als auch diejenige von Evi Allemann2 (SP) angenommen. Somit erhält der Bundesrat den Auftrag, ein Verbot von Spielen auszuarbeiten, in denen «grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen».

    Piraten vor dem Bundeshaus

    Die Piratenpartei Schweiz hat vor diesem Entscheid zusammen mit Exponenten der Pro Juventute, Gamerights.ch, der Swiss E-Sports Federation und weiteren Organisationen, die sich teilweise im «Bündnis für eine selbstbestimmte Jugendkultur» zusammengeschlossen haben, aktiv gegen das geplante Verbot gekämpft. Hobbys zu verbieten, denen Tausende Schweizer nachgehen, und so erwachsene Bürger zu kriminalisieren und zu entmündigen – das geht zu weit. Mit dem von der Pro Juventute organisierten Protest in Form eines Flashmobs haben wir gezeigt, dass die junge Generation sich das nicht bieten lässt. Bei der Aktion auf dem Bundesplatz nahmen über 100 Personen teil.3 Leider hatte die Mehrheit der Ständeräte kein Gehör für unsere Anliegen und Argumente. Das ist einerseits frustrierend. Andererseits spürt man im breiten Bündnis gegen das Gameverbot einen frischen Wind und viel Elan: Jetzt erst recht! Deshalb brauchen wir Dich und Deine Unterstützung! Wir alle müssen bei unseren Freunden, Arbeitskollegen, Eltern und Verwandten vermehrt Aufklärung betreiben. Unterstütze auch Du die Petition gegen das Verbot4 und erzähl es weiter! Es ist wichtig, das Thema selbst sowie den weltfremden Vorstoss im Speziellen im Bewusstsein der Bevölkerung zu halten. Gerade jetzt müssen wir für eine selbstbestimmte Jugendkultur einstehen, denn Gamer sind weder krank noch kriminell. Videospiel-Spielende stellen einen überdurchschnittlich friedlichen, kreativen und sozialen Teil der Schweizer Bevölkerung. Mittlerweile spielen über eine Million Schweizer Videospiele und das Durchschnittsalter liegt bei 30 Jahren5. Die meist in die Jahre gekommenen Politiker stimmten über etwas ab, wovon sie nur bedingt Ahnung haben. Obwohl sie das Gefühl hatten, Verantwortung für eine vorwiegend junge Generation übernehmen zu müssen, grenzt ihr Übereifer an Bevormundung und Arroganz.

    Bild vom Flashmob (Quelle: Pro Juventute-Webseite)

    Der Bundesrat hat nun den Auftrag, eine Gesetzesvorlage für ein Verbot von «Killerspielen» auszuarbeiten und dem Parlament zu unterbreiten. Dies wird einige Monate oder gar Jahre dauern. Wir hoffen, dass bis dann auch in den Köpfen der Parlamentarier die Einsicht wächst, dass eine solche Bevormundung ein völlig falsches Zeichen setzen würde. Wir werden uns weiter mit sachlichen Argumenten und gesundem Menschenverstand dafür einsetzen, dass dieser Umdenkprozess in der Öffentlichkeit und der Politik angestossen wird – wenn es sein muss, auch mit einem Referendum.

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Submitted by admin on 22 March, 2010 - 15:00