Positionspapier Energie

Die Piratenpartei Schweiz fordert eine zukunftsorientierte und ungefährliche Energiegewinnung durch moderne Technologien. Zu diesem Zweck soll die internationale Forschung unter konsequenter Einhaltung des Open Data-Prinzips gefördert werden. Das Patentrecht darf dieser Forschung nicht im Wege stehen – wo es das tun würde, müssen Ausnahmeregeln definiert werden. Ausserdem braucht es eine strikte Regulierung bezüglich vergänglichen Energieformen und Rohstoffen und deren Verwendung in Gebieten, in welchen sie nicht wiederverwendbar sind. Unsere Forderungen: Der individuelle Energieverbrauch soll verringert werden, wobei mit Anreizen und technologischen Optimierungen gearbeitet werden soll. Der Handel mit Energiepapieren muss untersagt werden. Die Forschung an neuen und bestehenden Energiegewinnungsarten muss gefördert werden. Forschungsergebnisse müssen nach dem Open Data-Prinzip öffentlich verfügbar sein. Patente dürfen die Forschung nicht ausbremsen – entsprechende Ausnahmebestimmungen sind gesetzlich zu verankern. Die Forschung soll global und nicht nur lokal in der Schweiz geführt werden. Auf Atomenergie in der heutigen Form ist zu verzichten. Neue Verfahren ohne hochgefährliche Abfälle sollen dennoch erforscht und gegebenenfalls eingesetzt werden können. Von der Verbrennung fossiler Stoffe ist schnellstmöglich weg zu kommen. Der Einsatz alternativer Energiegewinnungsmethoden darf nicht durch Lobbys oder Patente verhindert werden. Alternative Energiegewinnung soll aktiv gefördert werden – im Bauwesen und überall. Zur Gewährleistung der Transparenz braucht es neue Kennzahlen, die über den kompletten Aufwand, von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling, Aufschluss geben. Die Lebenszeit muss in der Energiebilanz enthalten sein, um geplante Obsoleszenzen zu verhindern. Landschaftsbild und Heimatschutz dürfen alternative Energiegewinnungsformen nicht verhindern. Die Infrastruktur zur Energiebeförderung muss durch den Staat verwaltet werden und darf nicht in privaten Händen liegen. Elektronische Zähler müssen die Privatsphäre des Bezügers achten und diesem alle Daten transparent zur Verfügung stellen. Allgemein Die Wahl der Energiequellen muss zukunftsorientiert sein und darf nicht durch Trends oder sogar Lobbys gesteuert werden. Obwohl der moderne Mensch immer mehr Geräte und Fortbewegungsmittel nutzt und ausserdem immer mehr Wohnfläche benötigt, hielt sich zwischen 2000 und 2009 der durchschnittliche Energieverbrauch in der Schweiz stabil schwankend zwischen 1’200’000 TJ und 1’800’000 TJ. Die vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu geniessen, da diverse Verbote und Verbrauchsmaxima sowie Energiegütesiegel genau in dieser Zeitperiode eingeführt wurden. Ohne diese wäre wohl ein deutlicher Mehrverbrauch pro Kopf angefallen, wie dies seit Beginn der Datenerhebung der Fall war. Der Trend zu immer mehr Geräten und Gadgets wird sich in Zukunft kaum ändern und schon gar nicht minimieren oder eindämmen lassen. Heutzutage sind Geräte immer eingeschalten oder im Standby-Modus, da wir oft und vor allem rasch auf Informationen zugreifen wollen und zu Hause gerne die idealen (klimatischen) Bedingungen vorfinden. Ausserdem werden an allen möglichen Stellen Computer verbaut und in Betrieb genommen, so dass wir immer mehr Informationen immer schneller empfangen und weiterverarbeiten können – sei dies ein Kühlschrank, eine automatisierte Haussteuerung oder einfach Informationen, welche wir während einem Stadtbummel oder in einem Museum vor Ort abfragen können. Diese individuellen Bedürfnisse dürfen nicht wegen den momentan anstehenden Energieprobleme unterdrückt werden – weder durch gesetzliche Vorschriften bezüglich eines Durchschnittverbrauches, noch durch staatliches Aufzwingen von vermeintlich energiesparenden Produkten wie Energiesparlampen. Energie soll nicht durch das … Positionspapier Energie weiterlesen