Zusammenfassung und Ziele von Bildung Jeder Mensch hat das Recht auf freien Zugang zu Information und Bildung. Dieser Grundsatz ist notwendig,um jedem Bewohner, unabhängig von seiner sozialen Herkunft, ein grösstmögliches Mass an gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen. Mit dem Ziel einer freien, demokratischen Gesellschaft vor Augen ist das Hauptanliegen institutioneller Bildung die Unterstützung bei der Entwicklung zur mündigen, kritischen und sozialen Person. Leistung, soziale Kompetenz wie auch Selbstkompetenz sind anzustrebende Werte. Konkret bedeutet dies, dass die obligatorische Schule jede Person befähigt, aktiv am Leben in unserer Gesellschaft teilzunehmen. Dies betrifft die wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aspekte des Lebens. Des Weiteren ermöglicht Schulbildung, dass der Einzelne sein Lebensprojekt plant und verwirklicht. Als Drittes schenkt die Schulbildung jeder Person die Werkzeuge, die es ihr ermöglichen, sich als aktive Bürgerin in politischen Fragen einzubringen. Dabei stehen die Belange der Lernenden im Vordergrund. Zu einer guten Ausbildung führen viele mögliche Wege, die individuell verschieden sind. Die Struktur des Schulsystems soll die grösstmögliche Flexibilität und Wahlfreiheit für den Einzelnen gewähren und dabei die Chancengleichheit für alle garantieren. Der freie Zugang zu Information und Bildung ist nicht nur im Hinblick auf die gesellschaftliche Entwicklung notwendig, sondern spielt auch für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle. Bildung ist eine der wichtigsten Ressourcen der Schweizer Volkswirtschaft, da nur durch Erhalt, Weitergabe und Vermehrung von Wissen Fortschritt und gesellschaftlicher Wohlstand auf Dauer gesichert werden können. Kurz: Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft. Zwei wesentliche Grundforderungen helfen dabei, dieses Ziel zu erreichen: Weitgehende Autonomie der Volksschulen, damit Schüler und Schülerinnen individuell bestmöglich gefördert werden können Nationale Prüfungen für alle Schulstufen in allen Wissens- und Fähigkeitsbereichen, sodass ein verbindlicher und objektiver Massstab für Vergleiche gegeben ist. Im weiteren Text dieses Papiers werden diese Forderungen ausführlich begründet und im Detail erläutert. Ausgangslage Die Schule ist idealerweise ein Ort der Begegnung, wo gesellschaftliche und soziale Gräben unter Sicherstellung der Chancengleichheit überwunden werden können. Das soll das Sozialsystem entlasten, die Menschen sollen selbstständiger und glücklicher werden und die Wirtschaft soll leistungsfähiger werden. Schulen bieten auch die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, welche im familiären Umfeld nicht möglich wären. Von einer klugenSchulpolitik profitiert folglich die ganze Gesellschaft. Wir wehren uns deshalb gegen Einsparungen im Bildungssystem. In vielen Punkten ist die Volksschule zwar auf einem guten Weg; die Absichten sind gut. Die Grundsätze sind aber bei weitem nicht gefestigt und teilweise schlecht in die Praxis umgesetzt. Viele Reformen werden zu rasch umgesetzt, sind schlecht vorbereitet oder werden nur kurze Zeit später schon wieder von der nächsten Reform abgelöst. Wir setzen uns für fundierte und durchdachte Reformen ein und erteilen dem Aktivismus eine klare Absage. Ohne geeignete Lehrmittel und passend ausgebildete Lehrkräfte wird keine Reform zum Erfolg. Darunter leiden schlussendlich die Kinder. Die öffentliche Bildungsinfrastruktur Der freie Zugang zu Bildungseinrichtungen ist im Interesse aller. Deshalb ist es Aufgabe der gesamten Gesellschaft, in Form des Staates, eine leistungsfähige und ihrem Zwecke angemessene Bildungsinfrastruktur zu finanzieren und zur Verfügung zu stellen. Private Finanzierung öffentlicher Bildungseinrichtungen ist grundsätzlich zu begrüssen, solange sie keinen Einfluss auf die Lehrinhalte hat. … Positionspapier Bildung weiterlesen
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