Am Montagnachmittag dem 28. Juni findet in Luzern die Kundgebung gegen das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA statt. In verschiedenen europäischen Ländern protestieren Kritiker am AdACTADay gegen die multinationalen Pläne, Bürger zu entmündigen und durch die Umkehrung der Beweislast präventiv zu kriminalisieren. In der Schweiz geht es um 13:30 Uhr auf dem Bahnhofplatz in Luzern los (http://j.mp/boEmS8) – die Piratenpartei lädt alle Piraten, Interessierten und die Medien herzlich dazu ein!
ACTA wird von 38 Staaten im Geheimen, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, verhandelt. Bereits dieser Umstand ist undemokratisch und Grund genug, die sofortige Einstellung der Verhandlungen zu verlangen. Doch es kommt noch weit schlimmer: Strafen für das Anfertigen von bisher legalen Privatkopien, Überwachung und Zensur im Internet sowie Abzocke und Gängelung auf breitester Front betreffen jeden und jede. Unsere fünf Hauptkritikpunkte an ACTA sind:
Die Piratenpartei Schweiz befürchtet, dass sich die Gesellschaft von den kulturellen Errungenschaften der Menschheitsgeschichte entfernt, sollten die Konsumenten wie in ACTA vorgesehen kriminalisiert werden. Die Piratenpartei warnt vor einer Entwicklung weg von einem offenen kulturellen Austausch hin zu geschlossenen undemokratischen Formen.
Vom 28. Juni bis zum 2. Juli werden sich die Verhandlungspartner zum 9. Mal zusammen finden, um die Verhandlungen zu diesem Abkommen fortzusetzen. Diesmal finden die Verhandlungen in Luzern statt. Daher werden sich die Piraten und Vorstandsmitglieder aus der Schweiz, Deutschland und Österreich am 28. Juni zum AdACTADay in Luzern treffen. Aktionen gegen ACTA sind unter anderem in folgenden Ländern und Städten geplant: Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Ludwigshafen, Kassel, Stuttgart, Ulm, Brüssel, Strassbourg, Luxemburg, Wien, Den Haag, Slovenien, Schweden, Bulgarien.
Nach dem Protest werden Denis Simonet (Präsident der Piratenpartei Schweiz), Andreas Popp (Stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland) und Matthias Weiler (Bundesvorstand der Piratenpartei Österreich) zusammen mit Stephan Urbach (internationaler ACTA-Koordinator) und Matthias Müller (Organisator des schweizerischen AdACTADays) den Verhandlungsdelegierten persönlich die Petition von stopp-acta.info überreichen. Während 30 Minuten haben die Piratenparteien die Möglichkeit, ihre Kritik zu erklären.
Interessiert an weiteren Informationen? Dann empfehlen wir die ausführliche Positionierung der Piratenpartei Schweiz betreffend ACTA1.