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  • Feb

    20.
    2010
  • Bündnis für eine selbstbestimmte Jugendkultur

    admin

    Seit längerer Zeit glauben auch in der Schweiz einige Politiker, die Quelle allen Übels bei gewaltbeinhaltenden Videospielen gefunden zu haben. Mittlerweile fordern zahlreiche Motionen und Standesinitiativen dazu auf, neue Gesetze zu erlassen, welche die Handhabe dieser Spiele regeln sollen. Die Forderungen schwanken dabei zwischen einer für den Verkauf verpflichtenden Alterseinstufung und einem Komplettverbot – nota bene auch für Erwachsene.

    Seit längerer Zeit glauben auch in der Schweiz einige Politiker, die Quelle allen Übels bei gewaltbeinhaltenden Videospielen gefunden zu haben. Mittlerweile fordern zahlreiche Motionen und Standesinitiativen dazu auf, neue Gesetze zu erlassen, welche die Handhabe dieser Spiele regeln sollen. Die Forderungen schwanken dabei zwischen einer für den Verkauf verpflichtenden Alterseinstufung[fn]Motion Hochreutener: Verbot von elektronischen Killerspielen[/fn] und einem Komplettverbot[fn]Motion Allemann: Verbot von Killerspielen[/fn] – nota bene auch für Erwachsene.

    Seit kurzer Zeit gib es einen Gegenpol dazu: Das «Bündnis für eine selbstbestimmte Jugendkultur»[fn]pro-jugendkultur.ch[/fn]. Es wurde ins Leben gerufen, um ein absolutes Verbot von Action- und Ego-Shooter-Videospielen, von Verbotsbefürwortern populistisch «Killerspiele» genannt, zu verhindern. Gegründet würde das Bündnis durch die JUSO[fn]JUSO Schweiz[/fn] und die Swiss E-Sports Federation[fn]Swiss E-Sports Federation[/fn], kurz darauf stiess GameRights[fn]GameRights.ch - Für unser Recht zu spielen![/fn], einige Computerspielervereinigungen sowie die Piratenpartei Schweiz dazu.

    Befürworter von Totalverboten argumentieren sehr oft mit der moralischen Verwerflichkeit und dem Sicherheitsrisiko. Die Petition zeigt einerseits die Widersprüche dieser Argumentation auf und fordert andererseits dazu auf, alternativen Vorschlägen den Vorzug zu geben: Zum einen ist dies eine Förderung der Medienkompetenz von Eltern und Lehrpersonen, zum anderen sollen Videospiele in der Schweiz nur noch gemäss Altersempfehlung verkauft werden. Letztere wird dank dem «Code of Conduct» der Branchenorganisation SIEA[fn]siea.ch[/fn] bereits heute von 90% der Schweizer Videospiele-Händler befolgt.

    Ein weiterer problematischer Punkt wird wohl noch einige Zeit zu Diskussionen Anlass geben: Wie kann verhindert werden, dass Open Source-, Freeware- und Indie-Spiele in Zukunft nur noch an Erwachsene ausgehändigt werden dürfen? Diese Frage stellt sich, weil deren Entwickler entweder aus logistischen oder finanziellen Gründen nicht die Möglichkeit haben, ihre Spiele prüfen zu lassen.

    Wer verhindern möchte, dass schon bald die Freizeitbeschäftigung von tausenden Jugendlichen und Erwachsenen verboten wird, ist dazu aufgerufen, die Petition[fn]pro-jugendkultur.ch: Petition Jugendkultur[/fn] zu unterzeichnen. Teile doch allen Interessierten mit, dass sie diese ebenfalls unterschreiben sollen. Die Petition wird anschliessend dem Parlament unterbreitet, deshalb zählt jede Stimme. Unsere Freiheit darf nicht weiter durch neue unsinnige und bevormundende Gesetze und Verbote eingeschränkt werden!

Submitted by admin on 20 February, 2010 - 23:26